Die EU fördert kleine Elektroautos mit „Super Credits“, um die Akzeptanz zu steigern

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Die EU fördert kleine Elektroautos mit „Super Credits“, um die Akzeptanz zu steigern

Die Europäische Union schafft eine neue Fahrzeugkategorie – den „M1E“ – speziell für kleine, in der EU hergestellte Elektroautos, begleitet von Anreizen, die die Einführung von Elektrofahrzeugen beschleunigen sollen. Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU ihren Ansatz zum Ausstieg aus Verbrennungsmotoren überarbeitet und ihnen nun unter bestimmten Bedingungen erlaubt, diese auch über das Jahr 2035 hinaus weiter zu verkaufen. Der neue Rahmen ist kein Rückzug aus der Elektrifizierung; Es handelt sich um eine strategische Anpassung, um Elektrofahrzeuge zugänglicher zu machen und einen reibungsloseren Übergang zu gewährleisten.

Die M1E-Kategorie: Was Sie wissen müssen

Um sich als „M1E“-Fahrzeug zu qualifizieren, muss ein Auto voll elektrisch sein, darf nicht länger als 4,2 Meter (165,3 Zoll) sein und, was entscheidend ist, in einem der 27 EU-Mitgliedsstaaten montiert sein. Dies ist kleiner als Japans „Kei“-Autos, hat aber immer noch eine praktische Größe für den Stadtverkehr.

Der entscheidende Vorteil? „Super Credits.“ Jedes M1E-zertifizierte Fahrzeug zählt als 1,3 für die CO2-Compliance-Ziele eines Herstellers, was ihm einen Vorteil von 30 % verschafft. Diese Regeln werden für 10 Jahre eingefroren, um den Automobilherstellern die Stabilität zu geben, in die Entwicklung dieser kleineren Elektrofahrzeuge zu investieren.

„Dies stellt einen starken Anreiz für Fahrzeughersteller dar, größere Mengen kleiner Elektrofahrzeuge zu produzieren und zu vermarkten, mit erwarteten indirekten positiven Auswirkungen auch auf die Erschwinglichkeit dieser Fahrzeuge.“

Warum das wichtig ist: Ein pragmatischer Ansatz zur Elektrifizierung

Bei der Entscheidung der EU geht es nicht nur um Emissionsziele; es geht um praktische Realitäten. Kleinere, erschwingliche Elektrofahrzeuge werden eher vom Massenmarkt übernommen als teure, übergroße Elektrofahrzeuge. Durch die Förderung ihrer Produktion möchte die EU Elektrofahrzeuge einem breiteren Verbraucherkreis zugänglich machen.

Die Verpflichtung zur EU-Versammlung schützt auch lokale Arbeitsplätze und verringert die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern. Dies ist ein kalkulierter Schritt, um die Zukunft der europäischen Automobilindustrie in einem sich schnell verändernden Markt zu sichern.

Welche Autos qualifizieren sich?

Mehrere bestehende und kommende Modelle erfüllen bereits die M1E-Kriterien:

  • Renault: Twingo, 4 und 5
  • Volkswagen-Konzern: ID. Polo, Skoda Epiq und Cupra Raval
  • Stellantis: Citroën e-C3, Opel Corsa Electric, Fiat 500e und Peugeot E-208
  • Kia: EV2 (gebaut in der Slowakei)

Außerhalb der EU montierte Modelle wie der Hyundai Inster oder der Mini Cooper sind nicht qualifiziert. Dies unterstreicht den bewussten Fokus der EU auf die lokale Produktion.

Lockerere Compliance: Banking und Kreditaufnahme von Emissionsgutschriften

Über die M1E-Kategorie hinaus erleichtert die EU die Einhaltung der Vorschriften weiter, indem sie es den Automobilherstellern ermöglicht, Emissionsgutschriften über einen Zeitraum von drei Jahren „auf Bank zu legen und zu leihen“. Diese Flexibilität vermeidet strenge Jahresziele und gibt den Herstellern mehr Spielraum, um das Gesamtziel einer CO2-Reduktion von 90 % bis 2035 zu erreichen. Die restlichen 10 % können durch E-Fuels, Biokraftstoffe und kohlenstoffarmen Stahl ausgeglichen werden.

Trends bei der Einführung von Elektrofahrzeugen

Daten des Europäischen Automobilherstellerverbandes (ACEA) zeigen, dass Elektrofahrzeuge in den ersten zehn Monaten des Jahres 16,4 % der Neuwagenverkäufe in der EU ausmachten, ein Anstieg auf 18,3 %, wenn man die Nachbarländer mit einbezieht. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Elektrifizierung an Fahrt gewinnt, es sind jedoch weitere Anreize erforderlich, um den Fortschritt zu beschleunigen.

Der Schritt der EU, Anreize für kleine, erschwingliche Elektrofahrzeuge zu schaffen, ist ein kalkulierter Schritt hin zu einem realistischeren und nachhaltigeren Übergang. Durch die Kombination finanzieller Anreize mit regulatorischer Flexibilität hofft die EU, die Einführung von Elektrofahrzeugen voranzutreiben, ohne die Automobilindustrie unrealistischen Zielen zu überlassen.