China verbietet versteckte Autotürgriffe aus Sicherheitsgründen

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Aufgrund wachsender Sicherheitsbedenken wird China ab dem 1. Januar 2027 versenkbare und versenkbare Autotürgriffe verbieten. Die Entscheidung fällt, nachdem Untersuchungen an über 230 Fahrzeugmodellen potenzielle Risiken bei Notfällen aufgedeckt haben, bei denen Insassen eingeklemmt werden könnten, wenn elektrische Systeme nach einem Unfall ausfallen.

Es gibt immer mehr Hinweise auf eine Gefahr

Der Schritt folgt auf mehrere Vorfälle und Klagen, darunter mindestens 15 Todesfälle in den USA im Zusammenhang mit Tesla-Fahrzeugen, deren Türen sich nach dem Zusammenstoß nicht öffnen ließen. Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) untersucht diese Fälle derzeit.

Ähnliche Bedenken kamen letztes Jahr in China auf, als ein Fahrer nach einem Unfall eingeklemmt in seinem Xiaomi SU7 ums Leben kam. Diese Ereignisse veranlassten das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MITT), eine öffentliche Konsultation durchzuführen, die letztendlich zum Verbot führte.

Neue Vorschriften schreiben eine mechanische Freigabe vor

Nach der neuen Regelung müssen Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen sowohl über mechanische Innen- als auch Außentürgriffe mit Notentriegelungsfunktion verfügen. Dies stellt sicher, dass die Bewohner auch bei einem Ausfall der elektrischen Anlage aussteigen können und die Rettungsdienste Zutritt erhalten.

Die technischen Anforderungen von MITT sehen leicht erkennbare Griffe mit ausreichend Betätigungsraum vor, die nicht weiter als 300 mm von der Türkante entfernt montiert werden dürfen. Das Ziel besteht darin, Situationen zu vermeiden, in denen bei einem Stromausfall Personen im Inneren eingeschlossen werden.

Globale Auswirkungen und Reaktion der Branche

Das Verbot könnte erhebliche Auswirkungen auf globale Automobilhersteller haben, da die Entwicklung von Fahrzeugen mit zwei separaten Türgriffsystemen zusätzliche Kosten verursacht. Derzeit nutzen Tesla, Mercedes, Porsche und andere große Marken einziehbare Griffe, um die Aerodynamik zu verbessern, insbesondere bei Elektrofahrzeugen.

Teslas Chefdesigner Franz von Holzhausen erklärte, das Unternehmen arbeite an einer Lösung zur Einhaltung der neuen Vorschriften. Bestehende Fahrzeuge haben 25 Monate Zeit, sich anzupassen, für Neukonstruktionen gilt das Verbot jedoch sofort.

Diese Entscheidung unterstreicht, wie wichtig es ist, der Sicherheit Vorrang vor Designtrends zu geben. Während bündige Griffe die Ästhetik und Effizienz des Fahrzeugs verbessern können, dürfen sie die Überlebensfähigkeit der Insassen in Notfallszenarien nicht beeinträchtigen.

Der chinesische Markt ist der größte der Welt, weshalb die Einhaltung von Vorschriften für Automobilhersteller unerlässlich ist. Das Verbot könnte einen Präzedenzfall für andere Länder schaffen und die Hersteller dazu zwingen, die Türgriffdesigns weltweit zu überdenken.