Die Kompakt-SUV-Reihe von Mazda entwickelt sich weiter und der CX-5 2026 steht im Mittelpunkt eines bedeutenden Wandels. Der aktualisierte CX-5 ähnelt nun in Größe und Ausstattung weitgehend seinem Schwestermodell, dem CX-50, was Fragen zur internen Produktstrategie von Mazda aufwirft. Das neue Modell verfügt über einen längeren Radstand und einen größeren Passagier-/Laderaum, wodurch ein Großteil der Unterschiede, die einst zwischen den beiden Fahrzeugen bestanden, weitgehend beseitigt wird.
Größe und Raum: Eine wachsende Rivalität
Der 2026 CX-5 hat einen Radstand von 4,6 Zoll und eine Gesamtlänge von 4,5 Zoll und ist damit in seinen Abmessungen nahezu identisch mit dem CX-50. Während der CX-50 etwas breiter bleibt, übertrifft ihn der CX-5 nun beim Innenraumvolumen. Diese Erweiterung behebt eine frühere Schwäche: den Fondpassagierraum. Der neu gestaltete CX-5 bietet eine verbesserte Bein- und Kopffreiheit und kann in puncto Praktikabilität endlich mit Konkurrenten wie dem Honda CR-V und dem Volkswagen Tiguan mithalten. Eine größere Heckklappe und ein flexibler, im Verhältnis 40/20/40 geteilter Rücksitz erhöhen die Benutzerfreundlichkeit weiter und erleichtern den Transport von Passagieren und Ausrüstung.
Technische Überarbeitung: Einführung von Touchscreens
Mazda hat mit dem CX-5 2026 einen entscheidenden Schritt in Richtung Touchscreen-Dominanz gemacht. Das Infotainment-Display wächst je nach Ausstattung auf 12,9 oder 15,6 Zoll und der traditionelle Drehregler wurde komplett abgeschafft. Zu diesem Wandel gehört die vollständige Nutzung des Google-Ökosystems mit integriertem Google Maps, Google Play und Googles KI-Assistenten Gemini. Während das neue System erweiterte Funktionen bietet, wurden physische Bedienelemente für häufig verwendete Funktionen wie die Klimatisierung entfernt und durch Anpassungen auf dem Bildschirm ersetzt.
Innenraumveredelung: Ein Schritt zurück?
Der Innenraum verfügt über bequeme Sitze und ein neues Lenkrad, aber die Materialqualität der Oberausstattungen reicht nicht ganz an die des CX-50 heran. Der CX-5 Premium Plus bietet weniger Soft-Touch-Oberflächen und setzt mehr auf Hartplastik. Dies deutet darauf hin, dass Mazda möglicherweise Kosteneinsparungen oder Designkonsistenz in der gesamten Produktpalette priorisiert, auch wenn dies in bestimmten Bereichen Kompromisse beim Premium-Feeling bedeutet.
Leistung und Effizienz: Ein vertrauter Antrieb
Der CX-5 behält seinen 187 PS starken 2,5-Liter-Motor mit serienmäßigem Allradantrieb. Der Antriebsstrang bleibt zwar reaktionsschnell, es fehlt ihm jedoch die Dringlichkeit turbogeladener Optionen. Der optionale 256-PS-Turbomotor ist nicht mehr erhältlich, für nächstes Jahr ist jedoch eine Hybridversion geplant. Der Kraftstoffverbrauch ist leicht auf 24 mpg in der Stadt und 30 mpg auf der Autobahn gesunken. Trotz der größeren Größe hat Mazda die ansprechende Fahrdynamik des CX-5 mit präziser Lenkung und angenehmem Fahrverhalten beibehalten.
Sicherheitsfunktionen: Verbesserter Schutz
Der 2026 CX-5 verfügt serienmäßig über erweiterte Sicherheitsfunktionen wie automatische Notbremsung, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent und Überwachung des toten Winkels. Der adaptive Tempomat unterstützt jetzt automatische Spurwechsel auf Fahrereinleitung. Diese Verbesserungen tragen zu den besten IIHS-Crashtest-Ergebnissen bei und unterstreichen Mazdas Engagement für Sicherheit.
Preisgestaltung und Positionierung: Die Überschneidung
Der Mazda CX-5 2026 kostet zwischen 31.485 und 40.485 US-Dollar. Dieser Preis überschneidet sich vollständig mit dem CX-50, der bei 31.395 $ beginnt und bei 36.395 $ endet. Preislich übertrifft der CX-5 nun sogar den CX-50 im oberen Preissegment. Der Grund für diese Positionierung bleibt unklar, aber für Verbraucher könnte die Wahl zwischen den beiden Modellen eher von ihren Vorlieben als von praktischen Unterschieden abhängen.
Mit diesen Änderungen hat Mazda die Grenzen zwischen CX-5 und CX-50 effektiv verwischt, was es für Käufer schwieriger macht, zwischen den beiden zu unterscheiden. Dieser strategische Schritt deutet darauf hin, dass Mazda bereit ist, seine eigenen Verkäufe zu kannibalisieren, um die Produktion zu rationalisieren oder die Marktnachfrage zu testen.
