Ford-CEO erkennt zunehmende Konkurrenz durch chinesische Pickups an

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Jim Farley, CEO von Ford, fuhr kürzlich chinesische Plug-in-Hybrid-Pickups, darunter den BYD Shark 6 und den GWM Cannon Alpha, und seine Einschätzung ist eindeutig: Sie sind überraschend konkurrenzfähig, aber noch kein Ersatz für herkömmliche Arbeits-Lkw. Farleys Äußerungen unterstreichen einen zunehmenden Wandel in der globalen Automobillandschaft, in der chinesische Hersteller aggressiv in etablierte Märkte vordringen.

Lifestyle vs. Arbeits-Trucks

Farley stellte klar, dass chinesische Pickups wie der BYD Shark sich als Lifestyle-Fahrzeuge auszeichnen – sie bieten den Aussehen eines robusten Nutzwerts, ohne unbedingt die gleiche Leistung unter hoher Last zu liefern.
Er erklärte, dass der Shark zwar wie ein Pickup aussehe, aber nicht wie ein Ford Ranger oder Toyota HiLux 1.100 Pfund Ladung transportieren könne. Diese Unterscheidung ist von entscheidender Bedeutung, da viele Pickup-Besitzer ihre Lastwagen nicht regelmäßig bis zu ihrer maximalen Leistungsfähigkeit ausreizen.

Das Kostenrätsel

Am überraschendsten ist vielleicht, dass Farley zugab, dass Ford-Ingenieure den BYD Shark zerlegt haben, sich aber weiterhin über die Kostenstruktur wundern.
„Ich habe keine Ahnung, wie sie Geld verdienen, wenn wir es auseinandernehmen“, scherzte er und betonte den wirtschaftlichen Vorteil, den chinesische Hersteller zu haben scheinen. Dies wirft Fragen zur Effizienz der Lieferkette, zu den Arbeitskosten und zu möglichen staatlichen Subventionen auf.

Jahrzehntelange Erfahrung zählt immer noch

Trotz der rasanten Fortschritte behauptet Farley, dass Ford und Toyota dank jahrzehntelanger Erfahrung im Bau robuster Arbeitslastwagen einen erheblichen Vorsprung haben. Chinesische Unternehmen verfügen einfach nicht über das gleiche Maß an Fahrgestell-Know-how, Anhängelast- und Nutzlast-Know-how.

Die zukünftige Bedrohung

Farley räumte jedoch ein, dass sich der Markt schnell weiterentwickelt. Chinesische Marken zielen nun aktiv auf das globale Segment der Mittelklasse-Pickups ab, das in der Vergangenheit eine wichtige Einnahmequelle für etablierte Automobilhersteller war. Während der US-Markt derzeit isoliert ist, könnte sich die Situation innerhalb eines Jahrzehnts dramatisch ändern, da chinesische Lkw ihre Fähigkeit verbessern, schwere Arbeiten zu bewältigen.

Die Konkurrenz kommt nicht einfach; In vielen Märkten, beispielsweise in Australien, ist es bereits vorhanden.

Im Wesentlichen schlägt der Ford-Chef vorsichtig, aber realistisch Alarm: Chinesische Pickups stellen eine echte Bedrohung dar und es wäre ein Fehler, sie zu ignorieren.