Geely Auto hat seine europäischen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unter einer neuen Einheit, Geely Technology Europe, konsolidiert, um die Zeit, die für die weltweite Einführung neuer Fahrzeugmodelle benötigt wird, drastisch zu verkürzen. Der Schritt zielt darauf ab, die Lücke zwischen chinesischen und internationalen Veröffentlichungen auf weniger als sechs Monate zu reduzieren, was einen großen Wandel in der globalen Strategie des Autoherstellers signalisiert.
Rationalisierung der globalen Entwicklung
Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum, das am 26. März 2026 angekündigt wurde, vereint die Ingenieurteams von Geely in Schweden und Deutschland. Dies folgt auf ein Jahrzehnt europäischer Präsenz, beginnend mit einer Partnerschaft mit Volvo im Jahr 2013, die ein wichtiges Forschungs- und Entwicklungszentrum in Göteborg, Schweden, gründete. Ziel ist es, Fahrzeugplattformen von Anfang an für globale Märkte zu entwickeln und dabei eng mit dem chinesischen Forschungsinstitut von Geely zusammenzuarbeiten.
Dabei geht es nicht nur um Geschwindigkeit; es geht um Effizienz. Traditionell passten Autohersteller ihre Fahrzeuge nach den ersten Markteinführungen an, was zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten führte. Der einheitliche Ansatz von Geely beseitigt diese Reibung, indem er sicherstellt, dass Modelle für alle Regionen gleichzeitig bereit sind.
Europa als Maßstab
Laut Giovanni Lanfranchi, CEO von Geely Technology Europe, ist die Region nicht nur ein Schlüsselmarkt, sondern auch ein Maßstab für herausragende Automobilkompetenz.
„Die Gründung von Geely Technology Europe schafft ein wirklich grenzenloses F&E-Setup … ein strategischer Vorsprung, der es uns ermöglicht, globale Standards nicht nur zu erfüllen, sondern auch bei deren Festlegung mitzuhelfen.“
Dies verdeutlicht einen breiteren Trend: Chinesische Automobilhersteller betrachten Europa zunehmend nicht nur als Verkaufsziel, sondern auch als Quelle für Fachwissen in den Bereichen Fahrzeugarchitektur, Software und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften – Bereiche, in denen europäische Standards oft am strengsten sind.
Regulatorische Durchbrüche und Erweiterung
Geely hat am 13. März die UN R171-Zertifizierung für sein fortschrittliches Fahrerassistenzsystem (G-ASD) erhalten und damit den Weg für den Betrieb von Fahrzeugen mit dieser Technologie in der EU frei gemacht. Dies folgt auf die Eröffnung der weltweit größten Prüfanlage für Automobilsicherheit in der Bucht von Hangzhou, China, im Dezember 2025. Diese Anlage nutzt das Know-how von Volvo und zeigt, wie Geely europäisches Wissen in seine globalen Aktivitäten integriert.
Bis 2027 plant Geely, die von Europa geleiteten Fahrzeugprojekte zu verdoppeln und sich dabei auf drei Schlüsselbereiche zu konzentrieren:
– globale Fahrzeugarchitekturen,
– marktspezifische Produktoptimierungen,
– und KI-gestützte digitale Funktionen wie fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und intelligente Cockpits.
Das Fazit: Geely vereinheitlicht energisch seine weltweite Forschung und Entwicklung, um die Fahrzeugentwicklung zu beschleunigen und Markteinführungszeiten zu verkürzen, und positioniert Europa als entscheidendes Zentrum für Innovation und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften auf seinem Weg, ein führender internationaler Automobilhersteller zu werden.





















