Der DS 3 möchte mit seinem unverwechselbaren Design auf dem überfüllten Markt der kleinen Premium-SUVs herausstechen, bietet aber in den meisten anderen Bereichen letztendlich ein durchschnittliches Erlebnis. Trotz seiner großzügigen Serienausstattung erzielt es im Vergleich zur Konkurrenz hohe Preise und kann deren Gesamtqualität und Raffinesse nicht erreichen.
Design und erste Eindrücke
Der DS 3 setzt mit seinem unkonventionellen Design ein mutiges Statement. Vom markanten Frontgrill über die einzigartige Fensterlinie bis hin zu den ausklappbaren Türgriffen ist es sofort erkennbar. Der Innenraum setzt dieses Thema fort und zeichnet sich durch geometrische Formen, haptische Materialien und ein allgemein erstklassiges Gefühl aus. Der Fokus auf Ästhetik geht jedoch oft zu Lasten der Benutzerfreundlichkeit. Die Bedienelemente sind versteckt oder berührungsempfindlich, sodass einfache Anpassungen besonders während der Fahrt frustrierend sind.
Leistung und Fahrerlebnis
Beim DS 3 steht Komfort vor Sportlichkeit. In der Stadt kommt er einigermaßen gut zurecht, es mangelt ihm aber an der fesselnden Fahrdynamik, die man von Konkurrenten wie dem Ford Puma kennt. Die Hybrid- und Elektroantriebsstränge bieten ausreichend Leistung, wobei der E-Tense EV mit einer einzigen Ladung eine respektable Reichweite von bis zu 248 Meilen bietet. Dennoch bietet er nicht die berauschende Beschleunigung einiger Konkurrenten, wie etwa des Volvo EX30, der eine deutlich höhere Leistung bietet.
Innenraum und Praktikabilität
Im Inneren legt der DS 3 weiterhin Wert auf Stil vor Funktionalität. Während die Materialien im Allgemeinen von hoher Qualität sind, ist die Kabinenaufteilung unkonventionell und manchmal umständlich. Die Bedienelemente sind oft versteckt oder schwer zu bedienen, und der Kofferraum ist kleiner als bei Konkurrenten wie dem Volkswagen Polo. Auch die Fahrposition ist nicht ideal, da die Sitz- und Lenkradverstellung eingeschränkt ist.
Betriebskosten und Wert
Die Preise für den DS 3 sind aggressiv und beginnen bei etwa 33.000 £ für das Basis-Hybridmodell, wobei der elektrische E-Tense sogar noch mehr kostet. Obwohl die Abschreibung relativ hoch ist, kommt das Elektrofahrzeug für staatliche Anreize in Frage. Hybridmodelle liefern bis zu 62,1 mpg, während die Elektroversion eine konkurrenzfähige Reichweite bietet. Allerdings sind die Versicherungskosten höher als bei einigen Konkurrenten.
Das Urteil
Der DS 3 macht mit seinem kühnen Design auf den ersten Blick einen starken Eindruck, bietet aber letztendlich kein wirklich konkurrenzfähiges Erlebnis. Es ist eine komfortable und stilvolle Wahl für Käufer, denen das Aussehen wichtiger ist als Praktikabilität und Fahrdynamik. Wer jedoch einen vielseitigeren und raffinierteren kleinen SUV sucht, sollte Alternativen von Ford, Volvo oder Peugeot in Betracht ziehen.
