Lexus verlagert seinen Fokus vom traditionellen Luxus auf kreativen Ausdruck und stellt zwei einzigartige Einzelfahrzeuge vor, die hochwertiges Automobildesign mit bildender Kunst und Musik verbinden. Durch die Zusammenarbeit mit einem bildenden Künstler und einem zeitgenössischen Musiker versucht der Autohersteller, seine Fahrzeuge in bewegliche Leinwände zu verwandeln und über das bloße Transportmittel hinaus zu kulturellen Statements zu werden.
Die Skizzenbuch-Ästhetik: Der Lexus IS 350 x Alex Alpert
Auf der EXPO Chicago stellte Lexus einen stark stilisierten IS 350 vor, der in Zusammenarbeit mit dem Künstler Alex Alpert geschaffen wurde. Das Fahrzeug zeichnet sich durch eine markante „Line-Art“-Ästhetik aus, die die Limousine wie eine zum Leben erweckte handgezeichnete Skizze erscheinen lässt.
Das Design nutzt kräftige schwarze Linien, um die aerodynamischen Konturen des Autos hervorzuheben und ihm ein grafisches, von Comics inspiriertes Aussehen zu verleihen. Zu den wichtigsten Details dieses speziellen Builds gehören:
- F Sport-Ausstattung: Das Modell verfügt über schwarze Räder, passende Spiegelkappen und dunkle Fensterverkleidungen, um den kontrastreichen Kunststil zu ergänzen.
- Leistungsdaten: Unter der Haube sitzt ein bekannter 3,5-Liter-V6-Motor, der 311 PS und 280 lb-ft Drehmoment leistet und in 5,9 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde beschleunigt.
- Erweiterung der Serie: Dies ist nicht nur ein einzelnes Auto; Alpert wird auch maßgeschneiderte IS 350-Motorhauben bei großen Designveranstaltungen wie NYCxDesign und Art Basel lackieren. Diese Stücke werden Motive enthalten, die das japanische Erbe, Präzisionstechnik und die Gastfreundschaftsphilosophie der Marke (Omotenashi ) repräsentieren.
Eine musikalische Hommage: The RZ „Blue In Green“
Während der IS 350 den Schwerpunkt auf visuelle Geometrie legt, ist das zweite Einzelprojekt – ein elektrischer RZ-Crossover – eine sinnliche Hommage an die Jazzlegende Miles Davis. Das in Zusammenarbeit mit dem Musiker Laufey entstandene Projekt erinnert an den 100. Geburtstag von Davis.
Das Fahrzeug ist von Laufeys Neuinterpretation der legendären Jazzkomposition „Blue In Green“ inspiriert. Jede Designauswahl dient als Anspielung auf das musikalische Erbe:
- Chamäleon-Lack: Das Äußere verfügt über eine spezielle Lackierung, die je nach Lichteinfall von Tiefblau zu Grün wechselt.
- Instrumentelle Details: Das Auto verfügt über messingfarbene Bremssättel, eine dezente Anspielung auf Davis‘ Trompete und ein individuell beleuchtetes „L“-Emblem.
- Immersiver Innenraum: Die Kabine ist in einer roten und schwarzen Farbpalette gehalten und im Laderaum sind Liedtexte eingraviert. Sogar das digitale Erlebnis ist auf das Thema abgestimmt, mit einer einzigartigen Startsequenz, die die Eröffnungsnoten des Jazzklassikers spielt.
Warum das wichtig ist: Auf dem Weg zum „Lifestyle“-Branding
Dieser Schritt von Lexus spiegelt einen breiteren Trend in der Luxusautomobilindustrie wider: den Wandel vom Verkauf mechanischer Spezifikationen zum Verkauf von Lifestyle und Identität. Da Elektrofahrzeuge (EVs) wie der RZ in ihrer Leistung immer standardisierter werden, suchen Autohersteller nach neuen Wegen, sich zu differenzieren.
Durch die Integration von bildender Kunst und Musik positioniert Lexus seine Marke als Förderer der Künste und möchte die Aufmerksamkeit einer Bevölkerungsgruppe auf sich ziehen, die kulturelle Relevanz ebenso schätzt wie Pferdestärken.
Durch diese Kooperationen beweist Lexus, dass ein Auto mehr als eine Maschine sein kann – es kann ein Medium für das Geschichtenerzählen und den künstlerischen Ausdruck sein.
