Beim Toyota C-HR (Coupé High Rider) der zweiten Generation stehen weiterhin zwei Dinge im Vordergrund: markantes, unkonventionelles Design und hocheffiziente Hybridtechnologie. Während die erste Generation das Modell als herausragendes Design etablierte, verdoppelt die neue Mk2-Version diese dramatische Ästhetik und verfeinert gleichzeitig das Fahrerlebnis durch die gemeinsame TNGA-Plattform, die im Toyota Corolla verwendet wird.
Doch während der C-HR durch urbane Effizienz und optisches Flair glänzt, sieht er sich starker Konkurrenz durch praktischere Konkurrenten wie den Kia Sportage und sparsamere Optionen wie den Hyundai Kona ausgesetzt.
🚗 Leistung und Fahrdynamik
Der C-HR ist eher auf Benutzerfreundlichkeit als auf puren sportlichen Nervenkitzel ausgelegt. Er eignet sich am besten für städtische Umgebungen, wo sein Hybridantriebsstrang ein leises, sanftes und elektrisch betriebenes Fahren ermöglicht.
- Die Hybrid-Reihe: Der 1,8-Liter-Hybrid (138 PS) ist der Effizienzführer, während der 2,0-Liter-Hybrid (194 PS) eine mühelosere Beschleunigung bietet.
- Die Plug-in-Option: Der 2.0 Plug-in-Hybrid (PHEV) ist mit 220 PS der schnellste, obwohl er 200 kg mehr wiegt, was sich auf Straßen mit höherer Geschwindigkeit bemerkbar macht.
- Getriebehinweis: Alle Modelle verwenden ein CVT-Automatikgetriebe. Dies ist zwar sanft, kann aber bei starker Beschleunigung zu einem charakteristischen „Motordröhnen“ führen – ein häufiges Merkmal bei Hybridfahrzeugen, die sich möglicherweise weniger überzeugend anfühlen als ein manueller Benzinmotor.
Fahrurteil: Es ist aufgrund seiner straffen Karosseriekontrolle und reaktionsschnellen Lenkung einer der besseren kleinen SUVs zum Fahren, aber ihm fehlt der „Spaßfaktor“ eines traditionelleren benzinbetriebenen Autos wie dem Ford Puma.
🏙️ Stadttauglichkeit vs. Fernverkehrstauglichkeit
Stadtfahren:
Der C-HR ist ein herausragender Leistungsträger im städtischen Umfeld. Die Lenkung ist leichtgängig und erleichtert das Einparken und Manövrieren durch den Verkehr. Mit kleineren 17- oder 18-Zoll-Rädern ist das Fahrzeug geschmeidig genug, um Schlaglöcher und Bremsschwellen problemlos zu überwinden.
Autobahn & Landstraßen:
Dank seines ausgeklügelten Fahrwerks bleibt das Auto auch auf kurvigen Straßen stabil und souverän. Auf der Autobahn geht es ruhig und ruhig zu, sofern man sich nicht für die größeren 20-Zoll-Räder entschieden hat, die tendenziell den Fahrgeräuschpegel erhöhen.
Ein Hinweis zur Technologie:
Moderne Sicherheitsvorschriften bedeuten, dass der C-HR mit Fahrerassistenztechnologie ausgestattet ist. Die häufigen Warnglocken („Bongs“) sind zwar hilfreich, Benutzer könnten sie jedoch als aufdringlich empfinden. Im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern kann das Zurücksetzen dieser Warnungen ein umständlicher Prozess sein, der mehrere Menüschritte umfasst.
💰 Effizienz, Betriebskosten und Wert
Die Hybridkompetenz von Toyota spiegelt sich in den Kraftstoffverbrauchszahlen wider. Selbst das durstigste 2,0-Liter-Modell übertrifft viele rein benzinbetriebene Konkurrenten.
Effizienzaufschlüsselung
- 1.8 Hybrid: Sehr sparsam, durchschnittlich etwa 60,1 mpg.
- 2.0 Hybrid: Bietet mehr Leistung mit durchschnittlich 57,6 mpg.
- 2.0 PHEV: Bietet bei regelmäßiger Aufladung eine beträchtliche rein elektrische Reichweite (bis zu 41 Meilen), was ihn zu einer ausgezeichneten Wahl für Firmenwagenfahrer macht, die die Benefit-in-Kind (BiK)-Steuer minimieren möchten.
Die „versteckten“ Kosten
Potenzielle Käufer sollten sich einiger finanzieller Feinheiten bewusst sein:
1. Luxusautosteuer: Wenn der Gesamtpreis Ihres C-HR 40.000 £ übersteigt, müssen Sie ab dem zweiten Jahr möglicherweise mit einem Zuschlag auf die Kfz-Steuer rechnen.
2. Versicherung: Bei der Versicherungsgruppe 20–27 ist die Versicherung im Allgemeinen teurer als bei Konkurrenten wie dem Hyundai Kona (Gruppe 16) oder dem VW T-Roc (Gruppe 14).
3. Wertverlust: Während der Wert von Toyota gut bleibt, behält der C-HR nach drei Jahren typischerweise zwischen 41 % und 49 % seines Wertes – etwas hinter dem Hyundai Kona.
✨ Interieur, Design und Technologie
Toyota hat dem Drang widerstanden, beim Design des C-HR „auf Nummer sicher zu gehen“. Das Äußere bleibt aggressiv und unverwechselbar und weist häufig auffällige zweifarbige Lackierungen auf.
In der Kabine:
Der Innenraum fühlt sich erstklassig an und zeichnet sich durch hochwertige Kunststoffe und dicke Polsterung aus. Die Tech-Suite ist modern und verfügt über:
– Eine vollständig digitale Instrumententafel.
– Ein großer 12,3-Zoll-Infotainment-Touchscreen (verfügbar für höhere Ausstattungsvarianten).
– Drahtlose Smartphone-Integration.
Der Kompromiss:
Obwohl die Technik beeindruckend ist, bedeutet die Verlagerung hin zu Touchscreen-lastigen Schnittstellen, dass es weniger physische Tasten für die Klima- und Mediensteuerung gibt. Dies kann ablenkender sein als die taktilen Layouts einiger Mitbewerber. Darüber hinaus wird die Sicht durch die dramatische, abfallende Dachlinie und die dicken hinteren Säulen etwas beeinträchtigt.
🏁 Zusammenfassung
Der Toyota C-HR ist eine anspruchsvolle High-Tech-Wahl für Fahrer, die vor allem Wert auf unverwechselbares Design und außergewöhnliche Hybrideffizienz legen. Auch wenn ihm das großzügige Platzangebot eines Kia Sportage oder die niedrigen Betriebskosten eines Hyundai Kona fehlen, machen ihn seine raffinierte Fahrdynamik und seine städtischen Fähigkeiten zu einem erstklassigen kleinen SUV für den modernen Pendler.
