Trotz eines kürzlichen Führungswechsels hat Mitsubishi Australia bestätigt, dass es sich nicht ausschließlich auf Elektrofahrzeuge (EVs) konzentrieren wird, um den strengeren staatlichen Vorschriften gerecht zu werden. Stattdessen beabsichtigt die Marke, ein vielfältiges Angebot beizubehalten, das Verbrennungsmotoren (ICE), Hybride (HEV), Plug-in-Hybride (PHEV) und batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) umfasst.
Ein Führungswechsel mit einer konsistenten Vision
Nach dem Ausscheiden des ehemaligen CEO Shaun Westcott im September 2025 übernahm Shunichi Kihara am 5. Januar 2026 die Rolle des CEO. Während Führungswechsel oft eine Änderung der Unternehmensausrichtung signalisieren, bleibt die Strategie von Mitsubishi Australia stabil.
Bruce Hampel, General Manager für Produktstrategie, stellte klar, dass das Unternehmen ein heikles Gleichgewicht bewältigt: die Umweltauflagen der Bundesregierung zu erfüllen und gleichzeitig auf die spezifischen Anforderungen australischer Autofahrer einzugehen.
„Wir sind fest davon überzeugt, dass wir Unterstützung mit einer Vielzahl von Antriebssträngen benötigen … Sie werden mehr von uns sehen, wenn wir in den Bereich Elektrofahrzeuge expandieren – wir werden Ende des Jahres unser erstes Elektrofahrzeug haben.“
Navigieren im New Vehicle Efficiency Standard (NVES)
Die zentrale Spannung für Mitsubishi – und einen Großteil der australischen Automobilindustrie – ist der New Vehicle Efficiency Standard (NVES). Diese im Jahr 2025 eingeführte Verordnung fungiert als Kohlenstoffhandelssystem:
– Gegen Hersteller, deren Fahrzeugflotten bestimmte CO2-Emissionsgrenzwerte überschreiten, werden Strafen verhängt.
– Credits werden an Marken vergeben, die Fahrzeuge verkaufen, die deutlich unter diesen Grenzwerten liegen.
– Ziele werden bis 2029 von Jahr zu Jahr strenger.
Der Übergang verlief nicht ohne Kritik. Der frühere CEO Shaun Westcott argumentierte zuvor, dass der Zeitplan der Regierung zu ehrgeizig sei und wies auf eine erhebliche „Kluft zwischen Ambition und Realität“ hin. Er betonte ausdrücklich, dass die Bestrafung von Herstellern nicht automatisch einen Markt schafft, wenn die notwendige Ladeinfrastruktur nicht vorhanden ist, um das Verbrauchervertrauen zu stärken.
Die Roadmap: Was Sie von Mitsubishi erwarten können
Mitsubishi bewegt sich in Richtung Elektrifizierung, allerdings durch einen schrittweisen, vielschichtigen Ansatz und nicht durch einen Übergang über Nacht.
1. Kommende Elektromodelle
Die Marke hat bestätigt, dass ihr erster vollelektrischer SUV bis Ende 2025 in Australien auf den Markt kommen wird. Branchenspekulationen deuten darauf hin, dass dieses Modell nach einer Partnerschaft zwischen Mitsubishi und Foxconn auf dem Foxtron Model B (Bria) basieren könnte.
2. Bestehende Favoriten stärken
Mitsubishi konzentriert sich stark auf seine derzeitigen Marktführer, um die Lücke zur vollständigen Elektrifizierung zu schließen:
– Der Outlander: Als meistverkauftes Mittelklasse-SUV verfügt der aktualisierte Outlander (veröffentlicht im März 2026) über ein verbessertes PHEV-System mit einer elektrischen Reichweite von bis zu 84 km.
– Der Triton Ute: Mitsubishi entwickelt derzeit eine Hybridversion seines beliebten Triton-Nutzfahrzeugs, die voraussichtlich bis 2028 weltweit in den Ausstellungsräumen erhältlich sein wird.
Zusammenfassung
Mitsubishi Australia verfolgt eine „Mittelweg“-Strategie und nutzt Hybride und Plug-in-Hybride, um die Emissionsvorschriften zu erfüllen, während es darauf wartet, dass die nationale Ladeinfrastruktur mit der Nachfrage nach vollwertigen Elektrofahrzeugen Schritt hält.
