Ferraris Electric Luce: Ein Milliarden-Euro-Fehler?

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Endlich haben sie es gezeigt. Die Luce.

Es ist der erste Ferrari mit fünf Sitzen. Es ist ihr erstes Elektroauto. Es ist auch das erste Mal seit Jahrzehnten, dass Ferrari das Lenkrad seiner Seele jemandem außerhalb der Werkstore übergibt. Die Börse blickte auf dieses neue Kapitel und stimmte prompt mit den Füßen. Es ging runter. Hart.

Die Zahlen lügen nicht

Die in Mailand notierten Aktien fielen um 8,4 %. In New York notierte ADRs fielen um 5,1 %. Steil. Brutal. Manche sagen vielleicht „Überreaktion“, aber die Anleger haben in den Kommentaren gesehen, was wir getan haben.

Ihnen gefällt einfach nicht, wie es aussieht.

„Die schärfste Reaktion, die wir je für ein Autodesign gesehen haben.“

Ein Analyst sagte gegenüber CNBC. Es klingt dramatisch, aber Panik ist real, wenn die Entwicklungskosten die Margen verschlingen. Jeder weiß, dass Elektrofahrzeuge derzeit Geldgruben sind. Die Riesen ziehen sich bereits zurück. Ferrari, der auf die Farm setzt, fühlt sich riskant an. Oder dumm. Sie entscheiden.

Das IVE-Problem

Ferrari verzichtete auf seinen üblichen Designchef Flavio Manzoni. Stattdessen riefen sie Jony Ive an. Ja das Jony Ive. Der iPhone-Typ.

LoveFrom Studios bekam den Zuschlag. Das Ergebnis ist Luce – italienisch für Licht. Es ist kein Ferrari im herkömmlichen Sinne. Die sozialen Medien haben es sofort auseinandergerissen. Kritiker nennen es einen Honda Accord gepaart mit einem Tesla Model 3. Hier gibt es keine DNA, die nach Maranello schreit. Es ist glatt. Es ist sicher. Es ist langweilig.

Unter diesem langweiligen Äußeren verbirgt sich jedoch ernsthafte Technik. Ein Quad-Motor-Setup leistet 1.035 PS. Von 0 auf 62 Meilen pro Stunde in 2,5 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 193 Meilen pro Stunde. Es ist schnell. Schnellen Autos ist es egal, wie hässlich sie in einer Tabelle aussehen. Die Preise beginnen jedoch bei über 520,00 €. Das sind fast 600.000 US-Dollar, bevor Sie Optionen kaufen. Für fünf Sitzplätze.

Emotion über Motoren?

CEO Benedetto Vigna hat eine Philosophie. Er sagt, Emotionen seien wichtiger als Motorgeräusche. Er möchte „die Technologie respektieren“. Edel.

Vielleicht.

Aber die Rivalen erkennen eine andere Realität. Porsche und Lamborghini haben ihre aggressiven EV-Ziele bereits zurückgefahren. Die Nachfrage war schwach. Zu weich. Warum sollte Ferrari dort erfolgreich sein, wo andere scheiterten?

Der Markt ist nicht amüsiert. Anleger stimmen mit ihrem Geldbeutel ab. Jony Ive schenkte ihnen eine Skulptur. Ferrari braucht ein Auto. Nur die Zeit wird zeigen, ob sich dieses Wagnis auszahlt.