Lexus LS weigert sich (noch) zu sterben

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Die letzten Jahre sind für den Lexus LS nicht ruhig.

Zumindest nicht in Australien. Während sich die USA bereits von der Oberklasse-Limousine verabschiedet haben und ihr Enddatum für 2025 bekannt gegeben haben, erhalten lokale Käufer einen letzten Blick auf die klassische Silhouette. Die Axt fällt hier nicht.

„Der Lexus LS wird gegen Ende des Jahres ein kleines technisches Update erhalten“, bestätigte ein Sprecher von Lexus Australia.

Das aktuelle Modell der fünften Generation humpelt noch bis 2027 dahin. Dann wird es zehn Jahre alt sein. Alt genug, um es besser zu wissen.

Japanische Berichte von Creative Trend deuten darauf hin, dass September der Veröffentlichungsmonat für die aktualisierte Spezifikation ist. Was ändert sich? Ein verstärkter Bodentunnel. Vibrationsabsorbierendes Material im hinteren Querträger. Lexus behauptet, dass diese Optimierungen den Fahrkomfort und die Lenkpräzision verbessern. Subtile Upgrades. Für ein Auto, das „Präsenz“ schreit, macht das Sinn.

Eine neue Option könnte auch Ihre Aufmerksamkeit erregen: ein Panorama-Glasdach.

Es steht neben der veralteten Einscheiben-Sonne, die derzeit in Produktion ist. Niemand weiß, ob sich die Panoramaeinheit öffnet oder fest bleibt. Wenn es über eine Doppelverglasung und eine Öffnung verfügt, betritt es kein neues Terrain, das Lexus nicht bereits mit kleineren Fahrzeugen betreten hat. Aber hey. Glas ist gut.

Dann kommt die Enttäuschung.

Dem aktualisierten LS fehlt Lexus Safety System+ 4.0. Die kleinere, neuere ES-Limousine hat es bereits. Dieses System verspricht menschenähnlichere Eingriffe. Der LS? Zurückgelassen. Wir bleiben bei der älteren Technologie, während der kleine Bruder in die Zukunft vorstößt.

Die Infotainment-Geschichte ist schlimmer. Der bestehende 12,3-Zoll-Bildschirm bleibt erhalten. Kein Sprung zum größeren 14-Zoll-Display. Keine Arene -Softwareplattform. Nur die aktuelle Generation hält die Linie. Warum sollte man sich die Mühe machen, ein Schiff zu aktualisieren, das bereits unterwegs ist?

Hier ist der größte Schock.

Auf Wiedersehen V6.

Der 3,4-Liter-Benzinmotor mit zwei Turboladern im LS500 ist verschwunden. Vollständig. Die aktualisierte Produktpalette umfasst nur noch den LS500h. Der Hybrid. Das 3,5-Liter-Benzin-Elektro-Aggregat. Kein rohes V6-Verbrennungsgeräusch mehr. Nur hybride Ruhe.

Wie sieht die Zukunft aus?

Seit 1989 ist jeder LS eine Limousine. Das Debütmodell hat diesen Maßstab vorgegeben. Aber schauen Sie sich Tokio an. Letztes Jahr zeigte uns Lexus zwei Konzepte, die das LS-Emblem teilen.

Einer sah aus wie ein Coupé-SUV-Hybrid.
Der andere war ein bizarres sechsrädriges Förderband.

Keines davon ähnelt dem Auto, das heute im Ausstellungsraum steht. Der Nachfolger ist nicht nur ein Facelift. Es ist ein Aufbruch.

Hinzu kommt, dass Toyota Century zu einer eigenen Marke macht. Es sitzt über Lexus. Über allem.

Warum also den LS behalten?
Warum den Innenraum modernisieren und gleichzeitig den Motor entkernen?

Vielleicht, weil die Leute immer noch große Autos kaufen.
Vielleicht, weil das Vermächtnis manchmal wichtiger ist als die Innovation.

Oder vielleicht läuft Lexus einfach die Zeit davon.