Die Hälfte. Das ist die Zahl.
Der Vorstand des Volkswagen-Konzerns hat beschlossen, die Zahl der Modellvarianten um genau 50 Prozent zu reduzieren. Komplexität innerhalb dieser verbleibenden Optionen? Um drei Viertel gesunken. Auf dem Papier klingt es einfach. Einfache Zahlen bedeuten normalerweise eine chaotische Realität.
Dabei handelt es sich nicht um ein vages Unternehmens-Rebranding. Es ist eine „Neuausrichtung“. Ein schickes Wort dafür, Kosten aus dem System zu eliminieren, damit sie überleben können.
Viele Autos, die Sie heute auf der Straße sehen, könnten verschwinden. Zukünftige Projekte, die sich bereits in der Entwicklung befinden, werden ebenfalls abgebrochen. Warum? Da Ressourcen in die Produkte fließen müssen, behauptet das Unternehmen, dass sie Menschen tatsächlich glücklich machen. Und profitabel.
Im Klartext werden unrentable Leitungen gestrichen.
Wir wissen noch nicht, welche Namen auf den Hackklotz kommen. Niemand bestätigte Einzelheiten. Aber die Rechnung ist brutal.
Die Harmonisierung intensiviert sich.
Plattformen schrumpfen. Elektronische Architekturen verschmelzen. Softwarelandschaften werden flacher. Das Ziel besteht darin, die parallele Entwicklung zu stoppen – zwei Teams bauen leicht unterschiedliche Versionen derselben Sache und verschwenden dabei Milliarden. VW behält jedoch immer noch eine gewisse Marktvielfalt bei. Eine Spaltung zwischen der westlichen und der östlichen Hemisphäre stellt sicher, dass sie nicht alle Eier in einen geopolitischen Korb legen.
Aber hier kommt der schwierige Teil.
Die Produktionskapazität sinkt. Das neue Ziel? Neun Millionen Einheiten pro Jahr bis 2030. Erinnern Sie sich, als sie nach der Pandemie 12 Millionen pro Jahr produzierten? Dieser Höhepunkt fühlt sich jetzt weit entfernt an.
Die deutschen Gewerkschaften verfügen über enorme Macht. Die Schließung von Anlagen ist politisch radioaktiv. Es ist teuer. Es ist schwierig. Politiker wollen das nicht. Die Arbeiter werden kämpfen.
Welche Pflanzen überleben? Wir wissen es noch nicht. Doch Schließungen sind unvermeidlich. Die Fabriken, die Nischenmodelle mit hauchdünnen Rändern herstellen, sind die Kanarienvögel im Kohlebergwerk. Sie stehen an erster Stelle auf der Liste.
Vowswagen sagt, dass sie nicht danach gefragt hätten. Die Märkte zwangen sie zum Handeln. Zölle schaden dem US-Geschäft. Chinesische Marken sind hungrig und billig. Die Geopolitik bleibt ein Chaos.
Thomas Schaffer, Chef der Marke VW, erklärte im Jahr 2023 bekanntlich, dass das Dach brenne. Seitdem wird aufgeräumt. Sie sagten, das Schlimmste sei vorbei. Nur noch Glut.
Jetzt ist das Feuer zurück.























