Japanische Enthusiasten warten noch bis zum Frühjahr auf den neuen Y63 Nissan Patrol. Kuhl Racing war das Warten egal. Sie importierten den nordamerikanischen Zwilling – die Armada – und machten sich an die Arbeit. Der Plan sieht zwei Bauprogramme für den Full-Size-SUV vor. Gegensätze in jeder Hinsicht. Beide machten sich Anfang nächsten Jahres auf den Weg zum Tokyo Auto Salon.
Kuhl ließ einen Stapel Putze fallen und legte eine Panne nieder, bevor er Metall auf den Boden legte.
Der Eisenbau
Dieses Paket lehnt sich an die harten Instinkte der Armada an. Es geht deutlich über das hinaus, was die werkseitige Pro-4X -Ausstattung leistet. Als Erstes kommen die hochstehenden Stoßfänger zum Einsatz. Dann breite Kotflügelverbreiterungen. Ein Dachspoiler rundet das Ganze ab. Die Hardware signalisiert Absicht, nicht Dekoration.
Das kantige Bodykit sieht aus wie eine Stahlplattenpanzerung. Allerdings ist es kein Stahl. Es ist FRP, faserverstärkter Kunststoff. Kuhl behauptet, dass dieser haltbare Verbundwerkstoff den Gewichtsnachteil und die Kosten von echtem Metall vermeidet. Designbeschränkungen? Auch vermieden.
Offroad-Ausrüstung ist ernst. 37-Zoll-Schlammgeländer sitzen auf 22-Zoll-Verz-Rädern. Eine kräftigere Gewindefahrwerksfederung hebt das Fahrzeug um 2 Zoll über das Original an. Das tatsächliche Ergebnis mag subtiler sein, als die Darstellungen vermuten lassen, aber die Haltung ist aggressiv.
Zugeschlagen
Dann gibt es noch das Urban Style -Kit. Für Patrol- und Armada-Besitzer, die Schmutz als lästig empfinden. Das Bodykit verfügt über überarbeitete Stoßfängereinlässe. Ein aggressiver mehrteiliger Splitter. Seitenschweller passend. Aero-Lamellen schmiegen sich an die Radkästen. Ein Heckflügel und ein Diffusor rahmen einen optionalen Quad-Auspuff ein.
Die große Veränderung? Die Bodenfreiheit sinkt auf die eines GT-R. Die einstellbare Federung macht es satt. Performance-Reifen umhüllen die schwarzen Alufelgen. Möchten Sie es etwas weniger extrem? Kuhl bietet einen sanfteren Tieferlegungssatz mit 22-Zoll-Schmiederädern VRF01L und weicheren Stylingelementen an.
Eine GT-R-Höhe in einem SUV ist eine seltsame Stimmung.
Mehr PS
Leistungssteigerungen sind unabhängig von der Karosserie. Oder die Fahrhöhe. Der Twin-Turbo 3,5L V6 leistet serienmäßig 425 PS. Der Patrol Nismo leistet 460 PS. Kuhl nutzt ECU-Remapping, um diese Zahlen zu überwinden. Über 493 PS sind das Ziel. Das übertrifft jede Fabrikleistung. Verbesserte Bremsen helfen dabei – 8-Kolben- oder sogar 12-Kolben-Bremssättel sind erhältlich.
2027 Debüt
Sowohl die Versionen Iron Build als auch Urban Style, die im Januar 2027 auf dem Tokyo Auto Salon landen, sind keine Einzelstücke. Es handelt sich hierbei um Produktionsartikel. Kuhl plant den Verkauf kompletter Autos. Oder nur die Teile. Durch ihr Netzwerk.
Werden die Leute sie tatsächlich kaufen? Die Renderings sind laut.























