Nissan Leaf Nismo-Test: Warum es dem Elektrofahrzeug an Leistung mangelt, ihm aber Stil verleiht

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Der Nissan Leaf der dritten Generation hat eine Nismo-Behandlung erhalten, und wenn Sie das Abzeichen kennen, wissen Sie, dass die üblichen Regeln nicht gelten. Normalerweise bedeutet Nismo mehr Leistung. Es bedeutet turbogeladenen Thrash. Es bedeutet die Art von Geschwindigkeit, die einem den Magen umdrehen lässt. Diesmal nicht.

Der japanische Leaf Nismo sitzt ruhig in seiner elektrischen Hülle. Es gibt keine zusätzlichen Sporen unter der Motorhaube, weil es keine Motorhaube gibt, und schon gar keinen Motorblock, aus dem man mehr Drehmoment herausquetschen könnte. Nissan wollte nicht den Akku kaputt machen oder Garantien erlöschen lassen, indem er die Motoren auf Höchstleistung abstimmte. Stattdessen gingen sie zur Handhabung über. Sie versuchten, Halt zu finden. Sie machten sich auf die Suche.

Dabei geht es nicht darum, auf gerader Linie schneller zu fahren. Es geht darum, schärfer zu werden.

Unter dem Metall: Was hat sich eigentlich geändert?

Reden wir über Zahlen, denn danach suchen Käufer zuerst. Die Einstiegsausstattung des B5 nutzt den serienmäßigen 130-kW-Motor, der ein Drehmoment von 345 Nm auf die Vorderräder überträgt. Wenn Sie auf den B7 umsteigen, erhalten Sie ein etwas stärkeres 160-kW-Aggregat mit 355 Nm. Das ist es. Kein geheimer PS-Boost. Nur der Standard-Elektroantrieb, aber besser gekleidet.

Die wahre Magie steckt im Chassis. Nissan hat neue Federn eingebaut. Neue Stabilisatoren. Neue Buchsen. Sie rüsteten Stoßdämpfer mit Schwenkventilen aus, die speziell dafür entwickelt wurden, das anfängliche Wanken der Karosserie zu unterbinden, bevor es überhaupt einsetzt. Es hört sich so an, als würden die Ingenieure sagen: „Das wird sich nicht so stark neigen.“ Das bedeutet auch, dass der Leaf Nismo Kurven mit einem Selbstvertrauen meistert, das dem Standard-Leaf einfach fehlt.

Sie finden dieses Setup auf leichten 19-Zoll-Enkeii-Legierungen. Um diese Felgen sind 235/45 Michelin P Sport 5-Reifen gewickelt. Das ist eine ernsthafte Gummispezifikation für ein kompaktes Elektrofahrzeug. Diese dienen nicht nur der Show; Sie sind der Hauptkontaktpunkt für diese verbesserte Agilität.

Im Cockpit: Bedienelemente und Materialien

Das Fahren erfordert einen anderen Ansatz als das Basismodell. Hinter dem Lenkrad befinden sich Flappy-Paddles. Damit können Sie vier Stufen des regenerativen Bremsens einstellen. Warum vier? Weil eine Einheitsgröße selten für alle Fahrer geeignet ist und die granulare Steuerung Ihnen dabei hilft, Energie und Kurvengefühl gleichzeitig zu steuern.

Außerdem gibt es vier Fahrmodi: Standard, Sport, Eco und Personal. Die ersten drei wurden speziell für den Nismo-Charakter neu abgestimmt. Im persönlichen Modus können Sie Einstellungen so lange kombinieren und anpassen, bis sie sich richtig anfühlen. Nissan behauptet, das Ergebnis sei ein Auto, das sich „leichter und agiler anfühlt, als seine Größe vermuten lässt“.

Schauen wir uns die Masse an. Das Basismodell B5 wiegt 1820 kg. Der B7 ist mit 1920 kg schwerer. Wenn Sie sich für die Recaro-Sportsitze in der B7-Ausführung entscheiden, verlieren Sie geringfügig an Gewicht, nämlich auf 1900 kg. Recaros sind in diesem Segment normalerweise ein Luxusartikel, daher deutet ihre Einbeziehung hier darauf hin, dass der Nismo die Fahrerorientierung ernst nimmt.

Visuelle Hinweise: Die Nismo-Identität

Woran erkennt man es? Arterielles Magma. Das ist der offizielle Name für die roten Farbakzente. Sie erscheinen auf der unteren Karosserieverkleidung und den Spiegelkappen. Es ist eine subtile Anspielung auf Leistung, ohne laut zu sein.

Das Äußere erhält eine aggressive untere Heckstoßstange. An der Nase sitzt ein Frontspoiler. Ein größerer Ducktail-Spoiler krönt das Heck. Zwei „Luftführungen“ flankieren die unteren Kanten des vorderen Stoßfängers. Dabei handelt es sich nicht nur um ästhetische Schnörkel; Sie sind dazu da, den Luftstrom zu steuern und ein wenig Abtrieb zu erzeugen, oder zumindest den Eindruck davon.

Die verwirrende Auslassung

Hier ist der Haken. Der Leaf Nismo hat keine Rücklichter im Z-Stil.

Diese eleganten, markanten Leuchten sind für die regulären Leaf-Varianten der dritten Generation erhältlich, Nissan hat sie jedoch aus dem Nismo ausgeschlossen. Es fühlt sich an wie eine verpasste Chance. Die Lichter im Z-Stil prägen den Look des neuen Leaf. Durch ihre Entfernung verliert der Nismo ein wichtiges visuelles Erkennungsmerkmal seiner eigenen Generation.

Sie erhalten immer noch sechs Farboptionen, was in Ordnung ist. Zwei dieser Farbtöne sind Stealth Grey-Varianten, die exklusiv für den Nismo erhältlich sind. Das ist eine nette Geste für Käufer, die Exklusivität wollen, ohne rot zu schreien.

Innendetails

Im Inneren zeichnet sich der Nismo durch klavierschwarzen Kunststoff und wildlederähnliche Materialien auf dem Armaturenbrett aus. Das Nismo-Branding ist in das Armaturenbrett und die Sitze eingenäht. Das Lenkrad erhält einen Besatz aus TailorFit-Kunstleder mit roter Mittelmarkierung und passenden roten Nähten. Es gibt auch einen einzigartigen Netzschalter. Es ist ein Cockpit, das so gestaltet ist, dass es sich sogar besonders anfühlt