Der Studebaker Transtar von 1956: Wie ein kleiner Hersteller den Half-Ton-Pickup neu definierte

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Der Studebaker Transtar von 1956 kam nicht einfach so auf den Markt; es kündigte sich mit einer breiteren Haltung und einem neuen Namen an. Während die Stilelemente noch auf die R-Serie von 1949 zurückgingen, waren die Änderungen für das Jahr 1956 spezifisch genug, um von Bedeutung zu sein. Die Pickup-Box gewann drei Zoll an Breite. Dies erzwang eine komplette Neugestaltung der Heckklappe und der hinteren Trittfläche. Zum ersten Mal bot Studebaker für seine Halbtonnen-Modelle ein 8-Fuß-Bett an. Dieser zusätzliche Platz veränderte das Spiel für Lohnunternehmer und Landwirte, die echten Nutzen und nicht nur Effekthascherei brauchten.

Was machte den Transtar von 1956 anders?

Die visuelle Veränderung war sofort spürbar. Die riesige 465 Quadratzoll große Heckscheibe des Vorgängermodells war verschwunden. An seine Stelle trat eine rundere Motorhaube mit einem großen, offenen „Studebaker“-Typenschild ganz vorne. Das Branding war aggressiv. Bei früheren Modellen erstreckte sich der Name über die gesamte Breite der Motorhaube, hier jedoch vorne und in der Mitte. Die Scheinwerferränder wurden größer, um die Standlichter unterzubringen. Auf den ausgestatteten Lastwagen erschien eine neue V-S-Kühlerfigur, während die Sechszylinder-Modelle ein rotes „S“ trugen.

Studebaker spielte auch das Farbspiel hart. Im Jahr 1955 bevorzugten Käufer zweifarbige Lackierungen, die 80 Prozent des Umsatzes ausmachten. Der Transtar von 1956 hat dies noch einmal verdoppelt. Das „Transtar“-Emblem wurde an die Vorderkante der Türen verlegt. Achtzylinder-Modelle trugen am hinteren Rand der Motorhaube ein V-8-Emblem. Eine DeLuxe-Kabine -Option erkennen Sie an dem Wort „DeLuxe“ unter dem Transtar-Typenschild. Dieses Upgrade kostete 31,82 $. Es war ein kleiner Preis für einen Lkw, der aussah, als gehörte er eher auf ein Zeitschriftencover als auf eine schlammige Baustelle.

Unter der Haube und im Fahrerhaus

Die Mechanik hielt mit dem Design Schritt. Im elektrischen System kam es zu einer kritischen Störung. Studebaker wechselte von einem 6-Volt-Plus-Massesystem zu einem 12-Volt-Minus-Massesystem. Das war nicht nur eine Optimierung; es war der moderne Standard. Schlüsselstarts wurden zur Norm. Zuvor verwendeten Modelle mit Standardschaltung einen unter dem Kupplungspedal versteckten Starterknopf. Dieses Setup war umständlich. Schlüssel waren besser.

Die Motoroptionen blieben weitgehend mit denen von 1955 identisch, der Antriebsstrang erhielt jedoch ein Hauptmerkmal. Studebaker führte Twin Traction ein, ein Sperrdifferenzial. Als Option kostete es 26,52 $. Noch wichtiger ist, dass es das erste Mal war, dass ein Hersteller diese Funktion für einen Lkw anbot. Für Fahrer bei Schnee oder Schlamm war die Traktion kein Glücksspiel mehr. Die Modelle von 1956 wurden als 2E-Serie bezeichnet, ein technisches Wahrzeichen für heutige Sammler.

Der Aufstieg und der stille Fall des South Bend Trucks

Um den Transtar zu verstehen, muss man sich die R-Serie ansehen. Die im Frühjahr 1948 eingeführten R-Lastwagen waren die meistverkaufte Modellreihe in der Geschichte von Studebaker. Bis 1949 hielten sie 5,73 Prozent der Branchenregistrierungen. Für einen unabhängigen Hersteller in South Bend, Indiana, war das dominant. Der Preis stimmte. Sie waren hübsch. Sie verfügten über Funktionen, die von der Konkurrenz ignoriert wurden. Händler in ländlichen Gemeinden liebten sie, weil Lastwagen ihr Brot und Butter waren.

Aber die Dynamik ist fragil. Das Management hat aufgehört, der Lkw-Sparte Priorität einzuräumen. Die Marktkräfte haben sich verschoben. Bis 1959 war der Anteil von Studebaker auf etwa ein halbes Prozent gesunken. Der Transtar war ein starker Versuch, diesen Niedergang aufzuhalten, aber die Flut war zu hoch.

Die Produktion lief bis 1964. Die letzten Lkw liefen vom Band, bevor das Werk in South Bend im Dezember 1963 geschlossen wurde. In den letzten Jahren waren die Verkäufe so gering, dass sie auch eine Produktion in Kanada nicht rechtfertigten. Der Transtar blieb für einen kurzen Moment ein schicker, gut ausgestatteter Pickup. Dann verschwand es.

Wichtige Spezifikationen und Optionen

  • Karosserievarianten: Halbtonnen-Pickup mit Standard- und neuen 8-Fuß-Bettoptionen.
  • Abmessungen: Pickup-Box für 1956 um 3 Zoll verbreitert.
  • Elektrik: Mit Schlüsselzündung auf 12-Volt-Minus-Masse umgerüstet.
  • Antriebsstrang: Optionales Twin Traction -Sperrdifferenzial (26,52 $).
  • Ausstattung: DeLuxe-Kabinenoption für 31,82 $ erhältlich.
  • Emblem: „Transtar“ an der Vorderkante der Tür; V-8-Emblem an der Hinterkante der Motorhaube für 8-Zylinder-Modelle.